Muskelkraft ist nicht alles

Körperliche Entspannung und das Erleben von Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden sind eng miteinander verbunden. Unter Stress löst der Körper unwillkürlich eine psychophysiologische Stressreaktion aus. Dabei handelt es sich um eine sehr komplexe Reaktion, die den gesamten Organismus beansprucht. Typische Anzeichen für Stress sind z.B. schnellere und flachere Atmung, schnellerer Herzschlag, angespannte Muskeln oder Schwitzen.

 

Der Arzt und Physiologe E. Jacobsen beobachtete 1928, dass muskuläre Anspannung häufig mit psychischer Spannung, Angst und Unruhe einhergeht. Die Wechselwirkung von psychischer Verfassung und An- bzw. Entspannung von Muskeln machte er in den 30er Jahren zur Grundlage seines systematischen Trainings - die Progressive Muskelentspannung (PME; engl.: PMR).

Wirkungsweise

Bei PMR geht es um die zielgerichtete, bewusste An- und Entspannung von Muskeln. Die sofort spürbaren Effekte machen das Erlernen der Technik leichter als beim Autogenen Training (AT). Entspannung wird von jedem Menschen individuell unterschiedlich wahrgenommen. Systematisch und schrittweise (progressiv) werden verschiedene Muskelgruppen einbezogen. Mit zunehmender Übung kommt es zu einem schnelleren und tieferen Entspannungseffekt.

Ablauf Progressive Muskelentspannung PMR PME

Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen die Wirksamkeit bei Krankheitsbildern nach, zu deren Symptomen Angst oder Anspannung gehören. Dies trifft außerdem auf zahlreiche Schmerzzustände zu.

 

Genauso wie beim AT lernen Sie beim PME/PMR frühzeitig Anzeichen von Stress und Anspannung wahrzunehmen, diese aktiv zu vermeiden und damit negativen Folgeerscheinungen wie bspw. Kopf- oder Rückenschmerzen präventiv vorzubeugen. Darüber hinaus steigern Sie Ihre Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und das Selbstwertgefühl.

Informationen zum Kurs

Überblick

Dieser Kurs ist von der von der Zentralen Prüfstelle für Prävention (ZPP) zertifiziert und kann somit von den Krankenkassen zum Teil oder vollständig bezuschusst werden.

 

Der Kurs richtet sich an gesunde Personen, die lernen wollen, mit Stressbelastungen sicherer und gesundheitsbewusster umzugehen, um dadurch potenziell behandlungsbedürftige Stressfolgen zu vermeiden. Der Fokus meiner Kurse liegt vor allem auf der Selbsterfahrung der Teilnehmer.

 

Als Entspannungstherapeutin und Psychologin ist es mir besonders wichtig, den Teilnehmern optime Bedingungen zur Durchführung und Reflexion zu bieten sowie auf jeden Teilnehmer ausreichend eingehen zu können. Gruppenkurse bestehen daher aus max. 12 Teilnehmern.

 

Da die regenerative Stresskompetenz ein entscheidender Faktor im gesunden Umgang mit Stress ist, fließen Elemente des Autogenen Trainings (AT) und der Progressiven Muskelentspannung (PMR/PME) auch in meinen Stressmanagementkurs mit ein.

Ziele und Inhalte

  • Vermittlung der PMR/PME Methode

  • Befähigung zur eigenständigen und selbstverantwortlichen Durchführung

  • Entstehung, Systematik und Wirkweisen der Methode

  • Leichter Einblick in das Thema „Was ist Stress?“

  • Vermittlung unterschiedlicher Übungspositionen (Liegen & Sitzen)

  • Einsatz von ergänzenden Entspannungsmethoden/-hilfen
    (Ruheort/Ruhepol, Fantasiereise, Body Scan, Entspannung mit Musik etc.) 

Aktuelle Kurszeiten

Die aktuellen Kurszeitenfinden Sie hier.

 

Alle Präsenzkurse finden in der Qigong Schule "Andreas Lehmann" (Alte Rhinstr. 16, 12681 Berlin) statt. Für Onlinekurse nutze ich Zoom.

Anwendung und Kontraindikationen

Geeignet zur:

  • Prävention / Gesundheitsvorsorge

  • Vorbeugung psychosomatischer Beschwerden
    (z.B. Migräne und Spannungskopfschmerzen)

  • Vorbeugung von Verspannungen
    (z.B. im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich)
     
  • Verminderung von Einschlafproblemen

  • Verminderung von Nervosität und innerer Anspannung

  • u.v.m.

Kontraindikationen:

Bei vorliegen von Kontraindikationen ist keine Teilnahme möglich!

  • Akut behandlungsbedürftige psychischen Störungen
    (z.B. Angsterkrankungen, Depression, Hypochondrie, Psychosen)

  • Akute Rückenschmerzen, sowie Muskel- und Gelenkentzündungen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    (z.B. Herzinsuffiziens, niedriger Blutdruck; bei Bluthochdruck kann Autogenes Training helfen)

  • Aortenaneurysmen

  • Eingeschränkter Fähigkeit zum selbstständigen Lernen

 

Sollten Fragen oder Unsicherheiten bezüglich der Kontraindikationen bestehen, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich helfe gerne weiter.

Anmeldungsprozess

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